Bergschiffmühle dreht sich wieder mit neuer Tropenholzwelle

von Kevin Phillipp

Zahlreiche Besucher zeigten sich interessiert an der instandgesetzten Bergschiffmühle. Foto: (Wsp) Phillipp

(Bad Düben/Wsp/kp). Wenn sich Bürgermeisterin Astrid Münster, zahlreiche Stadträte und Vertreter der Rathaus-Verwaltung, der 96-jährige Ehrenbürger Wolfgang Apitzsch, der frisch 90 Jahre alt gewordene Stadtmüller Peter Schüßler und viele weitere Interessierte an einem Sonntagnachmittag in Bad Düben versammeln, muss der Grund ein feierlicher sein. So war es auch: Passenderweise am Tag des offenen Denkmals konnte die Bergschiffmühle nach erfolgter Instandsetzung wieder übergeben werden.
Per Knopfdruck – so viel Spielraum muss trotz harten Denkmalschutz-Auflagen sein – wurde die Maschinerie unter großem Applaus in Gang gesetzt. Zuvor übernahm Markus Krisch aus dem städtischen Bauamt, der maßgeblich an der Umsetzung des Projekts mitwirkte, die symbolische Taufe mit frisch geschöpftem Muldewasser.
Unter den interessierten Besuchern befanden sich auch Neuntklässler des Evangelischen Schulzentrums, die  – damals noch als Sechstklässler – immer wieder als „Mühlenretter“ in Erscheinung traten und kräftig Spenden sammelten. Stichwort Spenden: Ohne diese wäre die Rettung überhaupt nicht möglich gewesen. Nach dem Wellenbruch im Februar 2021 türmte sich der Schriftverkehr mit der Denkmalschutzbehörde und die Instandsetzungskosten schossen in die Höhe. Am Ende sollte die ganze Maßnahme rund 140.000 Euro kosten. Vom Denkmalschutz flossen 85.000 Euro. Rund 30.000 Euro private und gewerbliche Spenden ließen den restlichen kommunalen Eigenanteil schrumpfen. „Ich kann daher nur allen danken, die das hier möglich gemacht haben. Hier hat wirklich jeder Euro gezählt“, freute sich Stadtchefin Münster.
Beim obligatorischen Banddurchschnitt legten im Übrigen drei Personen Hand an: Torsten Gaber in dreifacher Funktion als Stadtführer, Stadtrat und Geschäftsführer des Vereins Mühlenregion Nordsachsen, Franziska Heßler-Husung als Museumsleiterin und Rudolf Scheeren als letzter Vorsitzender des inzwischen aufgelösten Heimatvereins. Das kam nicht von ungefähr: Betrieb der Heimatverein jahrelang die Mühle, fallen diese Aufgaben jetzt an das Burgteam mit Landschaftsmuseum der Dübener Heide sowie Tourist-Information. Sie fungieren künftig also als Ansprechpartner für Auskünfte sowie Führungsanfragen.

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