Grundsatzbeschluss: Stadtrat zeigt sich offen für Erbbaupachtvertrag mit dem ESZ
von Kevin Phillipp
Stadtrat zeigt sich offen für Erbbaupachtvertrag mit dem ESZ
(Bad Düben/Wsp/kp). Laut Bürgermeisterin Astrid Münster (WBD) platze die Oberschule Bad Düben mit aktuell rund 450 Schülern aus allen Nähten. Auch das Evangelische Schulzentrum (ESZ) stößt allmählich an seine Kapazitätsgrenzen. Mit Blick auf die sinkenden Geburtenzahlen steht die Kurstadt vor der bangen Frage, wie sie ihre Bildungslandschaft strategisch aufstellt, wenn es in der Zukunft um drohende Schließungen gehen könnte. „Es ist eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit. Dem würden wir uns stellen und dafür müssen wir die Voraussetzungen schaffen“, betonte Münster – und meinte dabei sowohl die staatliche Oberschule als auch das ESZ in freier Trägerschaft.
Das Ziel des ESZ ist klar: „Wir wollen weiter wachsen“, sagt Geschäftsführer Gisbert Helbing. Dabei rückt in der Durchwehnaer Straße die gegenüberliegende Grünfläche in den Fokus. Eine Schulerweiterung mit offenen Lernlandschaften, optional auch eine eigene Mensa sowie später eine neue Sporthalle sollen entstehen. „Wir wollen einen richtig schönen Campus gestalten und damit dieses Gebiet weiter für die Stadt aufwerten“, ergänzt Helbing.
Im Sondervermögen des Bundes stehen freien Schulen in Sachsen Fördermittel in Höhe von 93 Millionen Euro zur Verfügung. Bis 1. September will sich das ESZ hier mit seinem Erweiterungsbau bewerben. Bis dahin muss mit der Kommune alles weitestgehend abgestimmt sein – ein sportliches Programm, wie Helbing auf Anfrage bestätigt. Die erste große Hürde wurde in der vergangenen Woche genommen. Der Stadtrat hat sich in einem Grundsatzbeschluss einstimmig bei einer Enthaltung für die Vorbereitung eines Erbbaurechtsvertrags ausgesprochen. Die genauen Details und offene Fragen, beispielsweise die Finanzierung des Bebauungsplans sowie der neu um den Campus herum zu errichtenden Straße, müssen noch geklärt werden. Der Grundsatzbeschluss dient als Grundlage für weitere Verhandlungen.