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Andreas Ohle bleibt und kommt auch nach Bad Düben

von Kevin Phillipp

Andreas Ohle bleibt und kommt auch nach Bad Düben

(Authausen/Bad Düben/Wsp/ny). „Es war mein großer Traum, eines Tages als Dorfpfarrer irgendwo auf dem Land arbeiten zu können", erinnert sich Andreas Ohle aus Authausen. Er war bereit, den dafür vorgesehenen langen Weg von Studium, Vikariat und Entsendung zu gehen. Nun war es endlich soweit, im Oktober diesen Jahres wurde der mittlerweile 35-Jährige von den Gemeindekirchenräten des Kirchspiels Authausen mit seinen fünf Gotteshäusern und der Kirchgemeinde Tornau offiziell in seinem Amt als Pfarrer einstimmig bestätigt. Ein Festgottesdienst in vollbesetzter Kirche schloss sich an.

Ein großer Tag der Freude für den jungen Pfarrer und seine Gemeindemitglieder. Dennoch ist alles etwas anders, als ursprünglich geplant: Zwischendurch stand die Pfarrstelle ganz schön auf der Kippe, denn Einsparungen in Größenordnung trafen auch die Aut­hausener. Doch seine christliche Gemeinschaft in den Heidedörfern kämpfte um ihn. Andreas Ohle kann bleiben – zwar nicht mehr zu 100 Prozent, aber er bleibt im Authausener Pfarrhaus wohnen und betreut weiterhin seine sechs Kirchen.

Die anderen 50 Prozent seiner Arbeitszeit stehen ab Januar offiziell der Kirchgemeinde Bad Düben in der Stadtkirche St. Nikolai sowie dem Kirchspiel Tiefensee mit Schnaditz, Tiefensee und Wellaune zur Verfügung. Das wird nicht einfach, weder für Pfarrer Ohle, noch für die nunmehr insgesamt etwa 2.200 betroffenen Christen in der Region. „Ich sehe optimistisch in die Zukunft, freue mich, weiteren Menschen zu begegnen und bin bereit, Neues anzuschieben", klingt es aus seinem Mund doch recht zuversichtlich.

So ein Neuanfang ist immer auch ein guter Moment, die zurückliegende Zeit Revue passieren zu lassen. „Im kommenden April werden es genau fünf Jahre, dass ich ins Pfarrhaus Authausen zog", erinnert sich der Pfarrer an den Start im Heidedorf. „Nicht nur die Christen, sondern auch andere Menschen im Dorf empfingen mich mit offenen Armen", betont der gebürtige Schönebecker. Er sei in der Dübener Heide gut angekommen, fühlt sich wohl und genießt die wunderbare Zusammenarbeit mit vielen engagierten Dorfbewohnern. „Wir sind einfach ein tolles Team und in jedem Ort gibt es fantastische Leute, die sich z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen, den Friedhof pflegen oder die Gottesdienste, Gemeindenachmittage, Feste und Veranstaltungen vorbereiten." Viele positive Dinge seien mittlerweile Selbstläufer geworden und er könne sich in vielem auf seine Gemeindemitglieder verlassen.

Doch was sind eigentlich die Aufgaben eines Pfarrers? Da gibt es zum einen die Gottesdienste: bis jetzt in den Dörfern Authausen, Pressel, Kossa, Görschlitz, Durchwehna und Tornau, zukünftig eben auch in Bad Düben, Schnaditz, Tiefensee und Wellaune sowie die entsprechenden Kasualien, wie Taufe, Konfirmation, Hochzeiten und Trauerfeiern. Hinzu kommt die Arbeit mit den Konfirmanden, die Andreas Ohle dankbar annimmt. Über das Jahr verteilt gab es in seinen Kirchen auch Sonderveranstaltungen mit Konzerten, Ausstellungen, Pfarrgartenfesten und erst kürzlich Kino in Pressel. Andreas Ohle hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, Gemeindemitglieder zu Hause und auch in Pflegeheimen zu besuchen, mit ihnen zu reden und ihnen zuzuhören.

Am Heiligabend wird in allen fünf Kirchen des Kirchspiels Authausen sowie in Tornau zu Gottesdiensten geladen. Den Anfang machen Durchwehna und Görschlitz, wo sich die Türen bereits um 14 Uhr öffnen. Um 15.30 Uhr wird jeweils in Tornau und in Kossa auf den Heiligen Abend eingestimmt. 17 Uhr ist Gottesdienst in Pressel und 18.30 Uhr wird in die Kirche Authausen eingeladen. In allen sechs Kirchen werden auch Krippenspiele aufgeführt und an den Orgeln spielen Christian Schmidt, Andrea Pasenau, Lothar Jacob und Andreas Kittler. Pfarrer Andreas Ohle hält die Andacht in Görschlitz, Kossa, Pressel und Authausen. In Durchwehna und Tornau übernimmt das Brita Kaiser-Deutrich.

Auch am letzten Tag des Jahres (31.12.) steht Pfarrer Andreas Ohle auf der Kanzel oder vor dem Altar, um seine Gemeinde auf das neue Jahr einzustimmen: 14 Uhr in Görsch­litz, 15.30 Uhr in Authausen, 17 Uhr in Pressel und 18.30 Uhr in Durchwehna. In Tornau lädt die Gemeinde am Neujahrstag um 14 Uhr in die Kirche ein.

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